Wenn die Tage kürzer werden verschiebt sich für viele Hundehalter:innen auch der Alltag: Spaziergänge finden häufiger in der Dämmerung oder im Dunkeln statt. Gleichzeitig stellen Glätte, Streusalz und Kälte Mensch und Tier vor besondere Herausforderungen. Tierarzt Dr. Stefan Scharvogel, Tiermedizinischer Berater bei zooplus, erklärt, worauf man bei Spaziergängen in der kalten Jahreszeit achten sollte – von der richtigen Sichtbarkeit über den Schutz vor Kälte bis hin zur Pflege empfindlicher Pfoten.
Sicher unterwegs in der Dunkelheit
Gerade an Straßen ist es wichtig, dass Hunde frühzeitig gesehen werden. Ein Leuchthalsband kann dabei helfen. Bei langem oder dichtem Fell sollte darauf geachtet werden, dass die Leuchtwirkung nicht vom Fell verdeckt wird. Modelle, die möglichst durchgehend leuchten, wie der
TIAKI USB-LED Silikonring Spark, erhöhen die Sichtbarkeit zusätzlich. Für Spaziergänge im Straßenverkehr können außerdem reflektierende Brustgeschirre oder Leuchtwesten wie der
Hundemantel Illume Nite Neon sinnvoll sein.
„Ein kleiner Hund mit dunklem Fell kann in der Dämmerung überraschend schnell aus dem Blickfeld verschwinden. Deshalb lohnt es sich, die Ausstattung an Felllänge, Fellfarbe und Umgebung anzupassen. Auf viel befahrenen Wegen würde ich zusätzlich zur Leuchtfunktion immer auch auf reflektierende Elemente setzen“, sagt Dr. Stefan Scharvogel.
Vorsicht bei Glätte und Kälte
Vereiste Wege sind nicht nur für Menschen eine Herausforderung: Auch Hunde können ausrutschen und sich dabei verletzen. Für ältere Tiere oder Hunde mit Gelenkproblemen kann der Winterspaziergang deshalb besondere Anforderungen mit sich bringen. „Bei Glätte sollten Halter:innen besonders auf die Beschaffenheit des Weges achten und wenn möglich rutschige Stellen meiden. Lieber eine kürzere, sichere Strecke wählen und dem Hund ausreichend Zeit geben, sich vorsichtig zu bewegen“, so Scharvogel.
Wie gut ein Hund mit Kälte zurechtkommt, hängt unter anderem von Größe, Fell, Alter und Gesundheitszustand ab. Bei kälteempfindlichen Hunden und kleineren Rassen können kürzere Spaziergänge und gegebenenfalls ein gut sitzender Mantel, etwa der
Softshell-Hundemantel sinnvoll sein.
„Es gibt keine pauschale Temperatur, ab der ein Hund friert. Entscheidend ist das individuelle Tier. Wer Zittern oder eine deutlich angespannte Körperhaltung beobachtet, sollte den Spaziergang beenden und den Hund ins Warme bringen“, sagt der Tierarzt.
Wenn die Spaziergänge im Winter kürzer ausfallen oder insgesamt weniger Bewegung auf dem Programm steht, verbraucht der Hund entsprechend weniger Energie. Die Futterration sollte deshalb mit einem Blick auf die tatsächliche Aktivität angepasst werden. Ein regelmäßiger Check auf der Waage hilft dabei, das Gewicht im Blick zu behalten und bei Bedarf gegenzusteuern.
Nach dem Spaziergang: trocken und saubere Pfoten
Nach Spaziergängen bei Regen, Schnee oder matschigem Wetter sollte der Hund gründlich abgetrocknet werden. Gerade wenn es draußen besonders nass und dreckig war, kann ein Hunde-Bademantel dabei helfen, Feuchtigkeit aufzunehmen und Schmutz aufzufangen – praktisch auch, wenn der Hund sich nach dem Spaziergang erst einmal kräftig schüttelt. Mikrofaseroptionen, wie der
TIAKI Hundebademantel Hai im niedlichen Hai-Design, schaffen hier Abhilfe. „Vor allem Hunde mit dichtem oder langem Fell sollten nach einem nassen Spaziergang nicht über längere Zeit feucht bleiben“, erklärt Dr. Stefan Scharvogel.
Auch Streusalz und Split können die Pfoten belasten. Nach dem Spaziergang sollten sie kontrolliert und bei Bedarf mit lauwarmem Wasser gereinigt werden. Ein geeigneter Pfotenbalsam wie der
kooa Pfotenpflegestift kann empfindliche Ballen zusätzlich pflegen. Bei langem Fell zwischen den Zehen sollte außerdem darauf geachtet werden, dass sich dort kein Eis festsetzt.
Gefahren am Wegesrand im Blick behalten
Im Herbst und Winter sollten Hundehalter:innen zudem darauf achten, was ihr Hund draußen aufnimmt. Kastanien, andere Fremdkörper und Pilze können gesundheitliche Probleme verursachen. Besonders gefährlich sind unbekannte Flüssigkeiten, etwa Frostschutzmittel auf Straßen oder in Pfützen. „Hunde erkunden ihre Umgebung häufig mit dem Maul. Besteht der Verdacht, dass ein Hund eine giftige Substanz gefressen oder aufgenommen hat, sollte umgehend tierärztlicher Rat eingeholt werden“, sagt Dr. Scharvogel.
Mit der richtigen Vorbereitung können Hunde und ihre Menschen die kalte Jahreszeit entspannt genießen. Entscheidend ist vor allem, den eigenen Hund aufmerksam zu beobachten und Ausstattung, Bewegung und Pflege an seine individuellen Bedürfnisse anzupassen.